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Mikroorganismen sind Kleinstlebewesen (Bakterien, Hefen, Pilze, Algen,
…), einzellig bis mehrzellig. Sie sind so klein, dass sie unter dem
Mikroskop nur in mehrhundertfacher Vergrößerung sichtbar werden.
Mikroorganismen – die kleinen großen Helfer
In den notwendigen, lebensunterstützenden Prozessen sind die kleinen
Mikroorganismen die großen Helfer. In einem einzigen Gramm Erde leben
Tausende von Milliarden dieser Mikroorganismen. Sie verwandeln
unzählige Stoffe in Nahrung für Pflanzen, Tiere und Menschen. Die
Mikroorganismen sind im Prinzip die Basis allen Lebens.
Keine Angst vor positiven Mikroorganismen, sie sind schon immer unsere Helfer!
Seit Menschengedenken helfen uns Mikroorganismen
- bei der Herstellung von Käse
- bei der Herstellung von Joghurt
- beim Brauen von Bier
- bei der Herstellung von Brot
- bei der Gewinnung von Sauerkraut und anderer fermentativer Nahrung
- bei der Gärung von Wein und anderer Alkoholika
- bei Herstellung von Medikamenten, z.B. Antibiotika
Die 3 großen Gruppierungen von Mikroorganismen
Die abbauenden, degenerativen Mikroorganismen. Ihre
Stoffwechselprodukte sind Oxidantien, sie sind verantwortlich für
Fäulnis, Abbau, Degeneration. In diesen Prozessen entstehen freie
Radikale (aggressiver Sauerstoff), welche die Ursache vieler
Erkrankungen sind. Die neutralen Mikroorganismen (Opportunisten) sind
mengenmässig die größte Gruppe. Diese Mikroorganismen sind Mitläufer,
sie verhalten sich aufbauend oder abbauend, je nach Vorherrschaft bzw.
Dominanz der anderen beiden Gruppen. Die aufbauenden, regenerativen,
fermentativen Mikroorganismen. Ihre Stoffwechselprodukte sind
Antioxidantien, welche die Basis für die Gesundheit der Böden,
Gewässer, Pflanzen, Tiere und Menschen sind.
Es ist wichtig zu verstehen: An dieser Stelle muss bedacht werden,
dass die Verdauungs- und Nahrungsprozesse, die im Boden stattfinden,
sich in sehr ähnlicher Weise auch in den Verdauungssystemen der Tiere
und der Menschen abspielen. Die Böden sind das Verdauungssystem der
Pflanzen. Eigentlich heißt dies, nur das, was der Mensch und das Tier
zu seiner Gesundheit brauchen, sollten wir unseren Böden zumuten.
Der mikrobiologische Zustand der Erde
Durch die Umweltverschmutzung, die Mineraldüngung, die Agrarchemikalien
und Medikamente (vor allem Antibiotika), haben sich die abbauenden
Mikroorganismen rasend vermehrt. Man spricht davon, dass zu 98% die
oxidative Mikroorganismen vorherrschen und dass dieses Ungleichgewicht
sich laufend verschlechtert. Man kann sagen, dass sich die Erde,
mikrobiologisch betrachtet, dem Ende der Fruchtbarkeit nähert.
Mineraldünger und Agrarchemikalien können langfristig nicht helfen, die
Bodenfruchtbarkeit zu erhalten, sondern sie bewirken genau das
Gegenteil.
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